Musikfest

 

Badische Zeitung vom Dienstag, 3. Juni 2003

Viele Hände tragen zum Gelingen bei
Der erhoffte Erfolg der Jubiläumsfeier in Unadingen stellte sich ein / Aber auch das gab es: Randalierer im und ums Festzelt



LÖFFINGEN-UNADINGEN (cmc/ gw). Das Jubiläumsfest zum 175-jährigen Bestehen des Musikvereins Harmonie Unadingen wurde zum erhofften Erfolg, trugen doch alle Unadinger Vereine, viele freiwillige Helfer von den Nachbargemeinden und auch ehemalige Unadinger zum Gelingen des Spektakels bei.

Als Frühaufsteher entpuppten sich die Aktiven des Spielmannszugs Dortmund-Höchsten, die mit Pfeifen und Trommeln am Sonntagmorgen die Unadinger weckten. Sichtlich erleichtert folgte Harmonie-vorsitzende Konrad Marx ("Ich habe vier Wochen lang gebetet") dem Umzug am Sonntagnachmittag, denn sowohl Wetter als auch Besucherzahlen stimmten. So hatte das Küchen- und Servicepersonal alle Hände voll, die nach und nach einströmenden Umzugsteilnehmer zu bewirten. Die noch vor dem Mittagstisch am Mittag zwischen Oberkellner Errol von der Service-Agentur in Karlsbad und dem Unadinger Hobbykoch Hubert Zorn abgeschlossene Bier-Wette ging zugunsten der gut funktionierten Küche: Keine Bedienung musste länger als fünf Minuten auf ihre Bestellung warten. Eine enorme Nachfrage war auch im "Café in Takt" zu verzeichnen, in dem Landfrauen am Sonntag wieder 90 selbst gebackene Kuchen an den Mann oder die Frau brachten. "Wenn die Unadinger ein Fest ausrichten, dann ist der Erfolg garantiert", lobte ein Besucher aus dem nicht weniger festfreudigen Mundelfingen die gute Festvorbereitung. Für die aufwändige Zeltdekoration in Form von bunten Instrumenten, Noten und Notenschlüsseln gab es zudem Lob von allen Seiten.

Während am Freitag beim Blasmusikabend mit der "Bauernkapelle Mindersdorf" und den "Flotten Bergsteigern" sowie bei der Partynacht am Samstag mit "SixPack five" das 2500 Personen fassende Zelt voll war, hätte der Besuch am Sonntagabend, bei dem es die "Alpenrebellen" krachen ließen, besser sein dürfen. Doch gestern ging man wieder frischen Muts an die Hauptprobe zum großen Zapfenstreich, der den spektakulären Schlusspunkt unter die fünftägigen Jubiläumsveranstaltungen setzte.

Sechs junge Männer, die am frühen Sonntag gegen 6 Uhr das Festzelt in Unadingen immer noch nicht verlassen wollten, machten der Polizei zu schaffen. Mit Randalieren unterstrichen sie ihr Unterfangen, im Festzelt weiterhin zu verbleiben, worauf die Polizei gerufen wurde. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass die jungen Männer das Zelt verlassen hatten. Aber auch außerhalb des Festzelts ließen die "jungen Wilden" rohe Kräfte walten: Sie warfen einen Stromkasten der Versorgungsanlage um.


Randalierer erhalten Hausverbot für das Festgelände

Außerdem hatten sie eine Straßenabsperrung zur Seite gekippt und nach Auskunft der Polizei vom Montag weitere Gegenstände beschädigt. Die Gruppe konnte schließlich von der Polizei gestellt und angehalten werden. Die Beamten erhoben ihre Personalien. Danach wurde den Personen ein Hausverbot für das Festgelände ausgesprochen.

Auch das gibt es: die Polizei sucht ein Mitglied eines Rettungsdienstes. Und zwar hatte der Mann oder die Frau auf dem Festgelände ein Motorola Funkmeldeempfänger Typ D 6220 verloren, das am Sonntagmorgen aufgefunden wurde. An dem Gerät ist der Kanal 218 eingestellt. Diese Geräte werden vornehmlich bei Rettungsdiensten benutzt. Der Verlierer wird nun gebeten, sich beim Polizeirevier Titisee-Neustadt zu melden.


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