Festbankett 2003

 

Badische Zeitung vom Montag, 5. Mai 2003

Lob und Anerkennung zum Jubiläum
Der Musikverein "Harmonie" Unadingen feiert sein 175-jähriges Bestehen / Zahlreiche Gratulanten beim Festbankett



LÖFFINGEN-UNADINGEN (cmc). Den Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Musikvereins "Harmonie" Unadingen bildete das Festbankett am Samstagabend, zu dem Vereinsvorsitzender Konrad Marx zahlreiche Gratulanten verschiedener Interessensrichtungen begrüßen konnte.

Eingebettet in den Festabend wurde die Ehrung von fünf Musikerinnen, die seit 15 Jahren der "Harmonie" nicht nur musikalisch die Treue halten sondern sich auch in Vorstandsarbeit einbinden lassen und vielfach unterstützend wirken. Mit Zinnteller und Blumen wurden Heike Fromm, Susanne Marx (Beisitzerin), Barbara Oschwald (Schriftführerin), Carmen Wagschal und Martina Wiehl bedacht. Letztere wurde durch ihr Ausscheiden zum Ehrenmitglied ernannt.

Neben der Bundestagsabgeordneten Karin Rehbock-Zureich (SPD) und dem Landtagsabgeordneten Klaus Schüle (CDU), waren unter den Gästen auch Bürgermeister Frank Schmitt, Ortsvorsteher Bruno Kramer, der Präsident des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald, Albert Reich, Ehrenvorstand Hugo Ketterer, Ehrendirigent Karl Thoma, Pfarrer Michael Keller und Rektorin Christine Leniger auszumachen.

Konrad Marx ließ die wechselvolle Geschichte des Musikvereins Revue passieren und dankte allen, die das musikalische Gut ehrenamtlich und selbstlos über Generationen weitergegeben haben. In seiner Laudatio hob Bürgermeister Schmitt den hohen Stellenwert des Musikvereins als Kulturträger hervor. Das Jubiläum der "Harmonie" Unadingen habe er zum Anlass genommen, das Jahr 2003 als "Jahr der Musik" auszuzeichnen. Er dankte für die gute Jugendarbeit und überreichte als Gastgeschenk und zur Nachwuchsförderung zwei Flügelhörner, wobei sich Dirigent Thomas Happle spontan zu einer musikalischen Kostprobe hinreißen ließ.

Ortsvorsteher Kramer wies auf die großartige Leistung des Musikvereins hin und dankte für die Bereicherung bei politischen und kirchlichen Anlässen sowie für die Unterstützung der Vereine. In seinen Dank schloss er auch die Vorstandsmitglieder, Dirigenten und Ehrenmitglieder für ihre Treue mit ein.

"Gemeinsamer Anfang und gemeinsames Ende sind die Grundprinzipien einer Harmonie" meinte Pfarrer Keller, der den Gleichklang bei der "Harmonie" Unadingen feststellen könne. Musik sei verinnerlichte Schönheit und mit christlichem und sozialen Engagement vergleichbar, weshalb er zu großem Dank verpflichtet sei. Weiterhin großen musikalischen Genuss sowie innere und äußere Harmonie wünschte er dem Geburtstagskind.

Von politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen und Umstrukturierungen sei die 175-jährige Vereinsgeschichte geprägt worden, meinte Verbandspräsident Reich. Bewunderung zollte er den Vorstandsmitgliedern, die mit jugendlichem Schwung den Verein durch all die Jahre geführt haben. Dabei vergaß er auch nicht die Gründer, die zum Erhalt und Weitergabe des Kulturgutes "Blasmusik" beigetragen haben. Ein hohes Maß an Idealismus und uneigennützigem Einsatz erfordere die musikalische Erziehung, für die er besonders dankte. "Möge der gute Geist und die Geschlossenheit zum Wohle der Allgemeinheit erhalten bleiben" wünschte er dem Jubiläumsverein.

Die Musik schaffe es, Brücken zu überwinden und Grenzen zwischen den Sprachen zu durchbrechen, betonte Bundestagsabgeordnete Karin Rehbock-Zureich. Ohne bürgerschaftliches Engagement im kulturellen Bereich wäre das Zusammenleben in der jetzigen Qualität nicht gegeben. Johann Rohr, Vorsitzender des Patenvereins Bachheim, der dem Festabend einen glanzvollen musikalischen Rahmen gab, hob das gute Miteinander bei Festen und auch bei der musikalischen Ausbildung hervor und wünschte dem Verein weiterhin Harmonie der Töne und auch untereinander.

In die Gratulantenschar reihte sich auch ein Vertreter der Winzer aus Silberberg, mit denen der heutige Ehrendirigent Karl Thoma vor 30 Jahren freundschaftliche Beziehungen aufnahm. Die Winzer haben sich spontan bereit erklärt, am Festsonntag, 1. Juni, die Bewirtung der Weinlaube zu übernehmen. Den Reigen der Gratulanten schloss der SVU-Vorsitzende Hermann Kaiser, der die Glückwünsche der Unadinger Vereine überbrachte. Um den Stellenwert des Musikvereins wüssten die übrigen Vereine, die Anerkennung für die langjährige erfolgreiche Vereinspolitik des Musikvereins die Wahrung der großen Tradition zollten. Dank vorbildlicher Jugendarbeit sei die Existenz des Jubiläumsvereins auch weiterhin gesichert.

Zum Schluss des offiziellen Teils, der vom Kirchenchor unter Leitung von Ferdinand Heer mit weltlichem Liedgut mitgestaltet wurde, ließ Erik Zorn die Vereinsgeschichte in einer Bildershow mit Blasmusikuntermalung Revue passieren


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